Ford Focus Ecoboost im Test: Flott unterwegs

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Ford hat für den Focus jetzt auch den 1,0-Liter-Ecoboost-Benzinmotor im Angebot. Das unter anderem auch im Ford-Entwicklungszentrum Aachen entwickelte Dreizylinder-Aggregat bündelt Turbo-Aufladung, Benzin-Direkteinspritzung und variable Nockenwellen-Steuerung.

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Der neue Ecoboost-Motor

Der in Köln produzierte Motor ist mit 74 kW / 100 PS und 92 kW / 125 PS erhältlich. Er unterbietet den vergleichbaren konventionellen Benziner mit 1,6 Liter Hubraum beim Verbrauch um bis zu 20 Prozent. Zudem verfügt das Aggregat serienmäßig über das Start-Stopp-System. Für die 100 PS-Variante müssen mindestens 18 050 Euro und für die 125 PS-Variante mindestens 20 700 Euro investiert werden.

Der neue Ein-Liter-Dreizylinder ist das jüngste Derivat der Ecoboost-Motorenfamilie von Ford. Im Sinne der Effizienz steigernden Downsizing-Strategie setzt sie auf reduzierte Hubräume in Kombination mit Turbo-Aufladung, Benzindirekteinspritzung und der variablen Ti-VCT-Steuerung beider Nockenwellen. Die Ergebnisse sind ein kraftvoller Antritt bereits knapp über der Leerlaufdrehzahl und eine sportliche agile Leistungsentwicklung in Verbindung mit äußerst geringem Kraftstoffverbrauch und niedrigen Abgas-Emissionen. Diese Leistungsentwicklung kommt insbesondere beim Anfahren zum Tragen.

Verbrauch

Der schwächere Focus in Kombination mit dem 6-Gang-Schaltgetriebe hat einen Durchschnittsverbrauch von 5,0 Litern/100 km (CO2: 114 g/km). Die etwas später debütierende stärkere Variante in Kombination mit dem Fünfgangschaltgetriebe verbraucht im Durchschnitt 4,8 Liter/100 km (CO2: 109 g/km).

Fahrleistungen

Der im Ford Technical Centre im britischen Dunton sowie im Entwicklungszentrum Aachen entwickelte Benzin-Direkteinspritzer zeigt sich während der Fahrt sportlich. Der Turbolader spricht schnell an und lässt das berühmte Loch vermissen. Er mobilisiert in beiden Leistungsversionen ein maximales Drehmoment von 170 Nm, das zwischen 1400 und 4000 Touren. Im 125-PS-Ecoboost-Motor schnellt das Drehmoment dank Overboost-Regelung für einen zeitlich begrenzten Zeitraum sogar auf bis zu 200 Nm hoch und steht zudem bis 4500 Umdrehungen zur Verfügung, wobei in dem Fall ein spezielles Ventil bei Gaswegnahme den Überdruck abfängt.

Der 1,0-Liter-Motor erwies sich bei einer ersten Ausfahrt als laufruhig und auch elastisch, so dass auch in einem hohen Gang bei niedriger Drehzahl beschleunigt werden kann. Der Ecoboost kombiniert also die klassischen Vorteile eines Dieselmotors mit der dynamischen Drehfreude eines Benziners. Er ermöglicht einem so sowohl das Dahingleiten in einem hohen Gang als auch das sportliche Beschleunigen auch bei schnelleren Geschwindigkeiten.

Keinerlei Probleme hat der kleine Motor mit dem Kompaktwagen und bewegt den Focus flott vorwärts. Auch in den Serpentinen zeigte er trotz Steigung und auch Gefälle keine nennenswerten Schwächen, selbst wenn er mit sehr niedrigen Drehzahlen bewegt wurde. (ampnet/nic)

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Die Seite "Ford Focus Ecoboost im Test: Flott unterwegs" wurde am 14. Februar 2012 veroeffentlicht und am 30. November 2013 zuletzt aktualisiert.