Vorstellung Volkswagen Up Viertürer: Mehrwert ab Mai

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Er ist noch nicht lange auf dem Markt, da ist er in Deutschland schon Spitzenreiter bei den Neuzulassungen in seinem Segment. Den Vorsprung des Up will Volkswagen noch weiter ausbauen, kommt doch im Mai die viertürige Version des Kleinstwagens in den Handel. Der Vertrieb rechnet damit, dass sich etwa 60 Prozent für diese Karosserievariante entscheiden werden.

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Keine Frage, der zweitürige Up wirkt mit seiner geschwungenen Seitenscheibe ein wenig dynamischer als der Neuzugang mit seiner geraden Fensterlinie. Der Viertürer bringt 20 Zentimeter kürzerer Vordertüren und 17 Kilogramm mehr Gewicht mit, Das war es dann aber auch schon. Technisch sind beide Up identisch. So bietet der Viertürer vor allem eines: praktischen Mehrwert. In erster Linie dürften Familien die beiden zusätzlichen Türen zu schätzen wissen. Aber auch Alleinfahrern oder Pärchen erleichtert der etwas pragmatischere Up den Alltag, sei es, um nur mal eben die Jacke oder Sporttasche auf den Rücksitz zu werfen, sei es, um eventuelle Ladung besser verstauen zu können. Denn trotz seiner Kürze von 3,54 Meter ist der VW Up recht geräumig.

Das Kofferraumvolumen beträgt für diese Klasse ordentliche 251 Liter, wenngleich dies vor allem der Höhe des Gepäckabteils und nicht der Länge geschuldet ist. Dafür gibt es aber nicht nur eine so gut wie ebene Ladefläche, wenn beim Umklappen der Rücklehnen der variable Kofferraumboden in der oberen Position fixiert wird, sondern der kleinste VW nimmt dank demnächst optional umlegbarer Beifahrersitzlehne auch Gegenstände von bis zu zwei Metern Länge auf.

Auch zwei Erwachsene können hinten durchaus bequem mitreisen können. Die beiden hinteren Türen geben einen ausreichend großen Ausschnitt frei, so dass der Einstieg relativ bequem ist. Die Beinfreiheit ist okay, die Kopffreiheit überraschend groß und übertrifft sogar so manchen Kompaktwagen. Die Fondtüren bieten allerdings nur Ausstellfenster. Für Kurbelfenster ist wegen des Türschnitts zum Radkasten hin zu wenig Platz. Auch gibt es für Fondpassagiere bis auf den mittigen Getränkehalter in der Konsole nur eine kleine flache Ablage.

Haptisch nicht ganz überzeugen können die harten Türinnengriffe und das Polster der integrierten Kopfstützen vorne. Bei etwas Druck ist der Metallbügel darunter deutlich zu spüren. Das wirkt für den Fall eines Unfalls nicht unbedingt Vertrauen erweckend, ändert aber auch nichts an der Tatsache, dass der Up im EuroNCAP-Crashtest die Bestnote von fünf Sternen eingefahren hat. Pluspunkte erntete der kleine Stadtflitzer nicht zuletzt auch durch sein City-Notbremssystem, das bei Geschwindigkeiten unterhalb von 30 km/h automatisch aktiv ist und 590 Euro extra kostet. Im Paketpreis sind dann auch gleich der Tempomat, Parkpiepser hinten und eine Multifunktionsanzeige enthalten.

Die zwei Zusatztüren lässt sich VW mit 475 Euro bezahlen. Für weniger gibt es auch bereits das Navigations- und Infotainmentsystem „Maps+More“ mit Touchscreen. Es ist mit der Bordelektronik verknüpft und bietet unter anderem zahlreiche Bordcomputerfunktionen sowie die Option, zwei digitale Zusatzinstrumente (z.B.: Drehzahlmesser und Temperaturanzeige) anzuzeigen. Jeder zweite Up-Käufer findet das gut und günstig und bestellt sich das Gerät mit.

Die beiden 1,0-Liter-Motoren reichen für den leichten Wagen. Selbst die Basismotorisierung mit 44 kW / 60 PS überrascht mit relativ flottem Vorwärtsdrang ab 2000 Umdrehungen in den unteren Gängen, der ab 3000 Touren von kernigem Dreizylinder-Klang untermalt wird. Der Motor kann lediglich eine kleine Anfahrschwäche nicht ganz verhehlen.

Naturgemäß spürbar spritziger zur Sache geht die 55 kW / 75 PS-Version, bei der getrost dann schon geschaltet werden darf, wenn die leistungsschwächere Version gerade erst beginnt, munter zu werden. So ist der stärkere Motor bei der Elastizität im Zwischenspurt von 80 km/h auf 120 km/h zwei Sekunden schneller und über eine Sekunde eher auf Tempo 100 sowie zehn Stundenkilometer schneller. Dabei soll der 75-PS-Up im Schnitt nur 0,2 Liter mehr pro 100 Kilometer verbrauchen (nach EU-Norm). In der Praxis dürfte der spritzigere Motor aber etwas mehr vom Normwert abweichen als die 60-PS-Version, die sich in der Praxis durchaus im Bereich von 5,0 Litern bewegen lässt (Normwert: 4,5 Liter).

Das geringe Gewicht des Up von 930 Kilogramm vereitelt allerdings eine Topplatzierung in der Energieeffizienzklasse. Der kleine VW wird mit C geführt, selbst die Varianten mit Blue-Motion-Technology-Paket mit bis zu einem halben Liter weniger Verbrauch kommen nur auf ein B. Spar-Spitzenreiter in der Baureihe ist der demnächst erhältliche Eco Up mit Erdgasmotor. Er weist eine Platzeinschränkung einen rekordverdächtigen CO2-Ausstoß von 79 Gramm je Kilometer aus und bekommt dafür die Einstufung A+. Als eiserne Reserve bleibt ein Zehn-Liter-Benzintank mit an Bord.

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Folgen wird auch ein automatisiertes 5-Gang-Schaltgetriebe, das gegenüber den normalen Schaltversionen ebenfalls eine Kraftstoffersparnis verspricht. Wer einigermaßen sanft beschleunigt, erlebt recht komfortable Gangwechsel, bei stärkerem Gasfuß kommt es jedoch auch hier zum berühmten „Nicken“. Manuell geschaltet werden darf aber weiterhin. (ampnet/jri)

Technische Daten: Volkswagen Up (4-Türer)

Länge x Breite x Höhe (m): 3,54 x 1,64 x 1,48
Motor: Dreizylinder, Benziner, 999 ccm
Nockenwellenantrieb: Zahnriemen
Leistung: 44 kW / 60 PS bei 5000 – 6000 U/min
Max. Drehmoment: 95 Nm bei 3000 – 6000 U/min
Verbrauch (nach EU-Norm): 4,5 Liter
CO2-Emissionen: 105 g/km (Euro 5)
Höchstgeschwindigkeit: 160 km/h
Beschleunigung von 0 auf 100 km/h: 14,4 Sek.
Leergewicht/Zuladung: 946 kg / 419 kg
Kofferraumvolumen: 251 – 951 Liter
Reifen: 165/70 R 17
Wendekreis: 9,8 m
Basispreis: 10 325 Euro

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Die Seite "Vorstellung Volkswagen Up Viertürer: Mehrwert ab Mai" wurde am 20. März 2012 veroeffentlicht und am 5. August 2013 zuletzt aktualisiert.