Skoda will mehr Erfolg abseits ausgefahrener Pfade

In sieben Modellen bietet Skoda inzwischen bereits Allradantrieb an: Ocatvia samt Combi, Superb und dessen Combi, den Yeti und die Version Yeti Outdoor und bald auch noch Skoda Octavia Scout. Jeder fünfte aus diesen Baureihen wird in Deutschland inzwischen mit dem 4×4-Antrieb ausgeliefert. Aber der Anteil soll wachsen. Also lud die Volkswagen-Tochter auf das Driving Camo Packfurth nahe Wien ein, um noch einmal der Fachwelt vor Augen zu halten, wo das Unternehmen in Sachen Allrad heute steht.

Die Octavia und die Superb mit Allrad sind natürlich für die Straße gedacht, wo sie gegenüber den reinen Fronttrieblern ihren Vorteil bei Vortrieb und Kurvenverhalten besonders bei kritischen Wettersituationen ausspielen können. Dabei entspricht die Technik der, wie man sie von den 4Motion-Modellen des Konzerns kennt: Wird es eng, schaltet die neue Haldex-Kupplung die Hinterachse im Bruchteile einer Sekunde zu, so dass alle vier Räder Grip erzeugen können. Für die Verteilung zwischen den Rädern sorgt das Elektronische Sperrdifferenzial (EDS) mit dem Abbremsen des Rades ohne Grip.

Octavia Combi 4x4.

Octavia Combi 4×4.

Superb 4x4.

Superb 4×4.

So weit, so normal und so sicher. Aber Skoda hat mit dem Yeti auch ein SUV im Programm. Dessen Name steht für den geheimnisumwobenen Schneemenschen im Himalaya. Der Yeti sollte also auch klettern können. Natürlich sind die Werte für den Böschungswinkel und die Bodenfreiheit weit von denen entfernt, die ein reinrassiges Geländefahrzeug mitbringt. Dennoch bewies der Yeti Outdoor im sommerlichen Österreich eine erstaunliche Kletterfähigkeit abseits ausgefahrener Pfade. Damit kann er sich nicht nur in der Nische der kompakten SUV sehen lassen. Die nasse Wiese, die Steigung auf Schnee, die Kurve auf Eis, die steile Abfahrt und die große Seitenneigung stellen ihn vor deutlich geringere Probleme als jeden Personenwagen.

Octavia Scout.

Octavia Scout.

Eine Besonderheit des Yeti Outdoor ist eine Taste im Armaturenbrett. Wird der Off- Road-Knopf gedrückt, wird die Bergabfahrhilfe angeschaltet. Die Anfahrhilfe, das ABS, die Antriebsschlupfregelung und auch die EDS werden an die Bedingungen beim Ausflug ins Gelände angepasst. Was dabei an Off-Road-Fähigkeiten entsteht, reicht zwar nicht zum Trialfahren in Konkurrenz zu den echten Geländefahrzeugen, überzeugt aber dennoch und wird in schwierigen Situationen sicher hilfreich sein.

Yeti Outdoor.

Yeti Outdoor.

Da sich der Yeti Outdoor auch auf der glatten Straße gut macht, darf man gespannt sein auf den Skoda Octavia Scout, der mit größerer Bodenfreiheit, Unterfahrschutz und zusätzlichen Schwellern sich in die Reihe der Kombis einordnen wird, die ebenfalls nicht vor nassen Wiesen und tiefen Wegen kapitulieren müssen. Der Scout wird ab Ende August zu Preisen ab 30 350 Euro nach Deutschland kommen. Wenn der Scout seinen Weg sucht, kann Skoda die jüngste und breiteste Palette an Fahrzeugen mit 4×4-Antrieb in seinem Marktsegment anbieten. Von Peter Schwerdtmann (ampnet/Sm)

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Die Seite "Skoda will mehr Erfolg abseits ausgefahrener Pfade" wurde am 3. Juni 2014 veroeffentlicht und am 12. Juni 2015 zuletzt aktualisiert.