Paris 2014: Renault Studie EOLAB soll Einliter-Auto sein

Renault EOLAB auf dem Pariser Autosalon 2014

Die Renault Studie EOLAB soll nur einen Liter auf 100 km verbrauchen.

Mit der Studie EOLAB präsentiert Renault auf dem Pariser Autosalon einen zukunftsweisenden Technologieträger, der mit einem kombinierten Verbrauch von 1,0 Liter Superbenzin pro 100 Kilometer (22 g CO2/km) neue Effizienzmaßstäbe setzen könnte und sogar Aussicht auf Serienfertigung haben soll – zumindest aber einige der 100 Innovationen, die Renault seiner Studie nachsagt.

Renault EOLAB beim Pariser Autosalon 2014Renault greift nicht wie VW mit seinem futuristischen XL1 auf Materialien zurück, sondern nimmt bei der Karosseriediät um 130 Kilogramm im Vergleich zum ähnlich großen Serienmodell Clio preisgünstigere Metalle wie Aluminium und Magnesium zur Hand. Als weitere Trumpfkarte soll die neu entwickelte „Z.E. Hybrid“-Antriebstechnik (Z.E. = Zero Emission) stechen: Im EOLAB arbeitet ein 57 kW/78 PS starker Dreizylinder-Benzinmotor mit 1,0 Liter Hubraum und 95 Nm Drehmoment sowie ein Elektromotor mit 50 kW/68 PS Leistung und 200 Nm Drehmoment.

Renault EOLAB auf der Pariser Autoshow 2014Renault EOLAB auf dem Pariser Autosalon 2014Der Elektromotor bezieht seine Energie aus einer Lithium-Ionen-Batterie mit 6,7 kWh Energie. Der Stromspeicher erlaubt rein elektrisches Fahren bis zu 60 Kilometer Reichweite und bis zur Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h. Die Kraftübertragung erfolgt über ein komplett neu entwickeltes 3-Stufen-Getriebe, das sämtliche Geschwindigkeitsbereiche abdeckt. Die beiden ersten Fahrstufen sind an den Elektromotor gekoppelt, die dritte Stufe an den Verbrennungsmotor. Je nach Erfordernis sind neun Stufenkombinationen möglich. Die Wechsel erfolgen automatisch und werden elektronisch gesteuert.

Der Fahrer kann vor Fahrtantritt zwischen einem Kurz- und Langstreckenmodus wählen. Bei Langstreckenfahrten arbeiten Benzin- und Elektromotor zusammen. Im Schiebebetrieb und beim Verzögern wird die Batterie durch Rekuperation wieder aufgeladen. Bei Kurzstreckenfahrten schaltet sich das Verbrennungsaggregat erst ab einer Geschwindigkeit von 120 km/h hinzu.

(dpp-AutoReporter/wpr) Fotos: dpp-AutoReporter

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