Deutsche Automobilhersteller kooperieren bei CO2-Klimaanlagen

Gemeinsame Entwicklung der deutschen Hersteller unter Regie des Verbands der Automobilindustrie / Alternative zu R1234yf-Anlagen / Aktuelle Vorabinformation aus Heft Nr. 4, Erscheinungstermin 24.01.2014

Die deutschen Hersteller entwickeln ein Baukastensystem für sichere und umweltfreundliche CO2-Klimaanlagen. Das berichtet AutoBild in der neuesten Ausgabe. CO2-Klimaanlagen gelten als sichere und umweltfreundliche Alternative zu Anlagen mit dem umstrittenen Kältemittel R1234yf. Die deutschen Autobauer kooperieren unter Regie des Verbands der Automobilindustrie (VDA), um die Entwicklungskosten zu verringern.

Denn zum Bau von CO2-Anlagen sind neue Produktionsanlagen erforderlich, weil die Kompressoren höheren Drücken standhalten müssen. Die DIN-Richtlinien für normierte Bauteile sollen schon im März veröffentlicht werden. Ein Sprecher von Mercedes bestätigte gegenüber Auto Bild, dass Mitte des Jahres die ersten Produktionsaufträge vergeben werden sollen. Seit Dezember laufen bereits Prototypen von Mercedes B-, C- und S-Klasse mit CO2-Kühlung.

An der Arbeitsgruppe des Automobilverbands beteiligt sich auch Opel, bisher ein Befürworter von R1234yf. Opel betont aber gegenüber Auto Bild, das Mitwirken habe „keinen Einfluss auf die Unternehmensstrategie“.

Das Kältemittel R1234yf ist umstritten, weil es im Falle eines Brands innerhalb kurzer Zeit zu lebensgefährlichen Mengen von Fluorwasserstoff (Flusssäure) kommen kann. Ein Brandversuch der Deutschen Umwelthilfe (DUH) mit einem Citroën C4 Picasso zeigte, dass sich bereits nach fünf Minuten 45 ppm (parts per million) Fluorwasserstoff gebildet haben – eine Konzentration von 50 ppm verursacht irreversible Gesundheitsschäden. Bei ungünstigen Luftverhältnissen sei sogar mit weit höheren Konzentrationen zu rechnen, warnt Verkehrsberater Axel Friedrich, der den Test für die DUH betreute. (dpp-AutoReporter)

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