Toyota Yaris Hybrid: Nicht nur Sparsamkeit ist Trumpf

Der Yaris Hybrid von Toyota in Weiss

Toyota ist unbestritten der Vorreiter in der Vollhybrid-Technik. Über vier Millionen weltweit verkaufter Fahrzeuge seit 1997 belegen nicht nur den anfangs von vielen Experten bezweifelten Verkaufserfolg, sondern erbrachten auch einen erheblichen Vorsprung in puncto Know-how für die Toyota-Ingenieure.

Bildergalerie: Toyota Yaris Hybrid

So war es nur konsequent, sich nicht auf den Prius-Lorbeeren auszuruhen, sondern das Wissen konsequent zu nutzen. Zuerst bei den meisten Lexus-Modellen, dann mit dem Auris im volumenträchtigen Kompaktsegment. Die Komplettierung nach unten, vor wenigen Jahren noch unvorstellbar, bietet nur den Yaris Hybrid in der Kleinwagenklasse.

Attraktive Preise

Und das zu Preisen, die mehr als günstig, fast schon als Kampfansage zu werten sind. Denn der Einstiegspreis für die Ausstattungsvariante Life als 5-Türer beträgt lediglich 17.990 Euro und ist damit nur um vergessenswerte zehn Euro teurer als der Benziner und gegenüber der vergleichbaren Dieselversion sogar um 1.320 Euro preiswerter. Rechnet man den geringeren Verbrauch (Normwert: 3,5 Liter auf 100 Kilometer) und den CO2-Wert von 79 g/km, der in den meisten europäischen Ländern bereits zur Befreiung der Kfz-Steuer führt, ist die Kalkulation eindeutig.

Auch beim Yaris Hybrid ist das Grundkonzept des Stadtwagens „Außen kompakt, innen geräumig“ erhalten geblieben. Mit einer Länge von 3,90 Metern ist er lediglich zwei Zentimeter länger als die konventionell angetriebenen Versionen. Das Blechkleid wurde aerodynamisch optimiert, wobei die neue dynamische Frontpartie mit großem trapezförmigem Grill und die schlanken Scheinwerfer ins Auge springen. Und am Heck arbeiten die Brems- und Heckleuchten unter Klarglasabdeckung jetzt mit LED-Technik.

Hybridbatterie unter der Rückbank

Dreidimensionale Instrumente prägen das nach wie vor fahrerorientierte Cockpit. Ansonsten ist außer zahlreichen hybrid-spezifischen Ausstattungsmerkmalen das gefällige Interieur gleich geblieben, und auch das Ladeabteil mit 286 Liter blieb unverändert, da die Nickel-Metallhybrid-Batterie ihren Platz unter der Rückbank fand. Möglich wurde dies, in dem den Hybridantrieb „geschrumpft“ wurde. Neben einem komplett überarbeiteten und kleiner gewordenen 1,5-Liter-Verbrennungsmotor (55 kW/77 PS) auf Basis des Atkinsons-Triebwerks aus dem Prius und ebenfalls kompakterer E-Maschine (45 kW/61 PS) wurde die Batterie durch die Reduzierung von 168 auf 120 Zellen um fast 15 Zentimeter kürzer. Die Nennspannung beträgt 140 Volt, und die Systemleistung liegt bei 74kW/100 PS.

Agilität und Durchzugsvermögen überzeugen

Das ist etwas weniger als beim Auris Hybrid, tut den Fahrleistungen und vor allem der Agilität des Yaris aber keinen Abbruch. Er beschleunigt bei niedrigem Geräuschniveau von null auf 100 km/h in 11,8 Sekunden und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von165 km/h. Für einen City-Flitzer immer noch beachtliche Werte, wobei das gefühlte Fahrerlebnis jedoch wichtiger ist. Und durch einen tieferen Schwerpunkt sowie lediglich 30 Kilo Mehrgewicht gegenüber dem Yaris-Selbstzünder ist dies beim Yaris Hybrid noch eindrucksvoller als bei seinen Brüdern. Dem Verkaufserfolg sollte nicht allzu viel im Weg stehen. (Auto-Reporter.NET/Hans H. Grassmann)

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