Vorstellung Audi A3 Cabriolet (2014): Frühes Frühlingserwachen

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Der Kühlergrill des Audi A3 Cabriolet

Glück muss der Hersteller haben und den Riecher für die richtige Region, wenn man in diesen Tagen sein Cabriolet nicht nur mit geschlossenem Dach vorstellen will. Audi hatte mit seinem A3 Cabriolet das passende Wetter. Bei Temperaturen um die 20 Grad und Sonnenschein erlebten wir jetzt in den Seealpen einen Vorgeschmack auf den nächsten Frühling mit einem Audi A3 Cabriolet 1.4 TFSI mit Sechs-Gang-Handschaltung, sowie einem einem 2.0 TDI mit dem Allradantrieb Quattro und der Sechs-Gang-S-Tronic.

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2014 Audi A3 Cabriolet mit offenem Dach Der Kühlergrill des Audi A3 Cabriolet Die Heckpartie des Audi A3 Cabriolet auf 18 Zoll Felgen Das neue Audi A3 Cabriolet in Gelb in der Heckansicht Das Cockpit des 2014er Audi A3 Cabriolet Der Kofferraum des neuen Audi A3 CabrioletAudi-Entwicklungsvorstand Ulrich Hackenberg träumt allerdings von einem eisigen Szenario: im Winter offen am Polarkreis übers Eis kreiseln. Der Traum kann mit dem Neuen wahr werden, denn Audi bietet für das A3 Cabrio nun auch für die Frontsitze eine Luftheizung für Nacken und Kopf an. Hackenberg, im Juni von Wolfsburg nach Ingolstadt gewechselt, bekannte sich zu zwei unverzichtbaren Kriterien für alle Audi-Cabrios: Sie haben ein Stoffverdeck und folgen der Drei-Box-Architektur.

Man gut, dass das neue A3 Cabrio auch tatsächlich die dritte Box- den klassischen Kofferraum – hat, weil es mit seinen Maßen und seiner Gestaltung der Audi A3 Limousine folgt. Das Cabrio sei dennoch eine komplette Neuentwicklung, beteuert Hackenberg. Das Cabrio sei erstmals mit Hilfe des sogenannten Modularen Querbaukasten (MQB), also auf der Konzernplattform für quer eingebaute Motoren, hergestellt.

MQB bringt den größeren Radstand von 2,60 Metern. Von der A3-Limousine stammt die um 18 Zentimeter auf 4,42 Meter gewachsene Länge. Zusammen mit der um 1,5 Zentimeter auf 1,41 Meter gesunkenen Höhe ergibt sich so – offen oder geschlossen – eine gestreckte Silhouette, die das Cabrio größer und eleganter wirken lässt. Vom größeren Radstand profitieren vor allem die Passagiere auf der Rücksitzbank, von der Gesamtlänge der Kofferraum. Der fasst jetzt 60 Liter mehr – bei offenem Dach 320 Liter, bei geschlossenem Dach 280 Liter. Und zur erwachseneren Erscheinung gehört das Angebot, nun auch 19 Zöller montieren zu können.

Trotz der Größe sank das Gewicht um rund 60 Kilogramm. Das Leergewicht beginnt bei Werte um 1365 Kilogramm. Das und der mit 0,30 für ein Cabrio recht gute Luftwiderstandsbeiwert tragen sicher nicht nur zur besseren Dynamik bei, sie helfen auch beim Spritsparen. Rund zwölf Prozent weniger als im Vorgänger sollen die Motoren im neuen A3 Cabrio nun brauchen. Alle schaffen die EU6-Regeln.

Das Cabrio startet mit vier Motoren, zwei Benziner (1.4 TFSI, 1.8 TFSI) und zwei Dieseln (1.6 TDI und 2.0 TDI), wobei der 1.8 TFSI nur mit der Sieben-Gang-S-Tronic angeboten wird und für den 2.0 TDI erstmals auch der Allradantrieb Quattro zusammen mit einer Sechs-Gang-S-Tronic zur Wahl steht. Der 1.4 TFSI mit 92 kW / 125 PS wird allerdings noch nicht zum Marktanlauf zur Verfügung stehen. Wie es bei den Motoren für das Cabrio weitergeht, liegt auf der Hand. Das obere Ende wird der 221 kW / 300 PS starke Motor markieren, der heute schon in der Audi S3 Limousine steckt. Der wird dann sicher auch lauter zu Sache gehen als die Normal-Triebwerke, die sich sehr zurückhalten, sogar die Diesel sind ruhig.

Die Preise beginnen übrigens bei 30 500 Euro für einen 1.4 TFSI. Wenn das S3 Cabrio auf den Markt kommt werden über 42 000 Euro fällig.

Im Innenraum bietet das Cabrio wenig Überraschung. Es wäre auch verwunderlich, wenn gerade dieses Modell mit der Tradition der zurückhaltenden, ganz auf die Funktion ausgerichteten und dennoch edel und hochwertig wirkenden Gestaltung aufgeräumt hätte. Man sitzt und fährt wie im A3, was für ein Cabrio schon ein Kompliment darstellt, weil nicht knarrt oder knarzt. Auch das Angebot an Fahrerassistenz- und Infotainment-Systemen entspricht dem des A3 inklusive dem schnellstmöglichen Internetzugang und einer Burmester-Soundanlage, die ihren Klang den Verhältnissen bei offenem Dach anpasst.

Fahren bei offenem Dach ist die Kernkompetenz eines Cabrios. Das Audi A3 Cabriolet beherrscht sie, nicht nur, weil die Karosserie steif genug auch für schnell gefahrene Kurven oder schlechte Wegstrecken ist. Die Luftverwirbelungen blieben mit Windschott in angenehmen Grenzen. Die Motoren halten sich akustisch zurück. Und das Dach lässt sich in rund 20 Sekunden bis zu einer Geschwindigkeit von 50 km/h elektrrisch öffnen und schließen.

Unter dem geschlossenen Dach geht es erstaunlich ruhig zu. Dank der fünf Lagen bleiben die Windgeräusche erträglich und es fällt nicht schwer, sich vorzustellen mit den Quattro-Versionen dieses Cabrios auch in Winterurlaub zu fahren. Die Durchlademöglichkeit, die mit dem Umklappen eines oder beider Rücksitze entsteht, sollte für Carving-Ski oder Snowboards und Gepäck reichen. Vielleicht trifft man dann Ulrich Hackenberg beim Auto-Carven auf einem zugefrorenen See. Dass wird allerdings erst im nächsten Winter geschehen können. Denn das A3 Cabrio kommt erst im Frühling auf den Markt. (ampnet/Sm)

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Die Seite "Vorstellung Audi A3 Cabriolet (2014): Frühes Frühlingserwachen" wurde am 13. November 2013 veroeffentlicht und am 30. November 2013 zuletzt aktualisiert.