Škoda Octavia: Deutlich aufgerüstet

Škoda hat in seinem Stammwerk Mlada Boleslav den neuen Octavia als statische Präsentation vorgestellt. Die dritte Generation des Modells soll dabei Maßstäbe setzen. Das Platzangebot der Limousine ist deutlich gewachsen. Das wurde durch 90 Millimeter mehr in der Länge, 50 Millimeter in der Breite und einen um mehr als 100 Millimeter vergrößerten Radstand erreicht. Aber auch eine ganze Reihe von Assistenzsystemen halten nun Einzug in den Tschechen.

Bildergalerie: Der neue Skoda Octavia

„Der Škoda Octavia ist das Herz der Marke“, sagt Vorstandsvorsitzender Prof. Dr. h.c. Winfried Vahland. „Er verkörpert im besten Sinne alle guten Škoda-Gene: viel Platz, Qualität, präzise Verarbeitung, moderne, erprobte Technik, zeitloses Design, hohe Funktionalität und bestes Preis-Wert-Verhältnis. Die Ansprüche unserer Kunden sind gewachsen. Es war unser Ziel, dieses Automobil mit der dritten Generation noch besser zu machen. Das spiegelt sich in den Werten des neuen Octavia wieder – er ist ‚eine Klasse für sich‘“, so Winfried Vahland.

Exterieur

Škoda-Chefdesigner Jozef Kabaň und sein Team haben das Auto von Bug bis Heck neu gestaltet. Die Front des Autos lebt von der Betonung der horizontalen Linien und der neuen Platzierung des Marken-Logos. Die Seitenansicht wurde im Vergleich zum Vorgänger deutlich dynamischer. Dazu tragen der lange Radstand und der kompakte Überhang vorne ebenso bei wie die weit nach hinten gezogene C-Säule. Die hohe, scharfe Tornadolinie streckt das Auto optisch und arbeitet die Coupé-artige Silhouette markant heraus. Hinzukommt die hochgezogene Fensterlinie in den Hintertüren.

In der Heckansicht trifft man auf die Leuchtengrafik mit der prägnanten C-förmigen Lichtkontur. Durch die markanten Heckleuchten, deren Form an Kristalle erinnern sollen, ist der Octavia auch von hinten gut als solcher zu erkennen.

Sicherheitssysteme

Der Octavia kommt mit einer Vielzahl von Sicherheitssystemen auf den Markt. Dazu gehören eine Notbremsfunktion (ab Mai 2013) und ein Spurhalteassistent sowie bei einem Unfall eine Multikollisionsbremse und die Absicherung des Fahrzeugs. Auch eine Müdigkeitserkennung bietet der neue Octavia.

Motorenpalette

Die Green-Line-Version des neuen Octavia (1.6 TDI mit 81 kW / 110 PS) kommt auf einen CO2-Ausstoß von nur 89 Gramm pro Kilometerund verbraucht 3,4 Liter Diesel auf 100 km. Die Motorenpalette reicht bis zu einer Leistung von 132 kW / 180 PS im Octavia 1.8 TSI. Insgesamt stehen vier Benzin- und vier Dieselaggregate zur Verfügung. Später ist ein Erdgasantrieb (CNG) vorgesehen. Außer für die jeweilige Benzin- und Diesel-Basismotorisierung steht für alle Aggregate eine Green-Ttec-Version mit Start-Stopp-System und Rekuperation zur Verfügung. Als Getriebe kommen manuelle und automatische DSG-Getriebe zum Einsatz. Zudem sind Allradversionen und der Octavia RS geplant.

Fahrerassistenzsysteme

Erstmals in einem Škoda gibt es mit dem Adaptive Cruise Assistant eine automatische Distanzregelung. Ein neuer Intelligent Light Assistant ermöglicht als Fernlichtassistent ein automatisches Zu- sowie Abschalten des Fernlichts und verbessert so Komfort und Sicherheit im Straßenverkehr. Automatic Parking Assistant unterstützt das Ein- und Ausparken des neuen Octavia. Die künftig ebenfalls zum ersten Mal bei Skoda angebotene Verkehrszeichenerkennung im Paket „Traveller Assistant“‚ zeigt Verkehrsschilder an. Das transparente Panoramadach steigert Komfort und Wohlfühlen an Bord des Octavia. Der neue Octavia erhält zudem das automatische Schließ- und Startsystem KESSY (Keyless-Entry-Start-and-Exit-System).

Praktische Elemente

Škoda wäre nicht Škoda, gebe es nicht ein paar kleine Raffinessen. Als praktische Elemente verfügt der Octavia über faltbare Cargo-Elemente für den Kofferraum, mit denen sich Gegenstände sicher verstaut am Boden fixieren lassen. Hinzukommt ein doppelseitiger Bodenbelag im Kofferraum (Teppich und eine abwaschbare Variante). Ein Eiskratzer hat seinen Platz in der Tankklappe gefunden. Für die Warnweste gibt es einen Halter unter dem Fahrersitz. Das Türablagefach verfügt innen über Abfallbehälter. Ein Multimedia-Halter bietet Platz für iPod, Mobiltelefon und Co. Weitere Ablagefächer, Halter und Haken sorgen für die intelligente, saubere Organisation im Innen- und Kofferraum des Octavia, nur ein Beispiel ist das extragroße Brillenfach im vorderen Dachhimmel. Außerdem an Bord: ein Fehlbetankungsschutz und eine nun hinter die Rücksitzlehnen abklappbare Kofferraumabdeckung, die sich bei nicht Nutzung hinter die Rücksitze klappen lässt.

Keine Frage: Škoda hat sein Erfolgsmodell deutlich aufgerüstet (und daher als neues Fahrzeug auch den Rapid zwischen Fabia und Octavia positioniert). Er wird seine Position in der Kompaktklasse verteidigen und sicher auch neue Fans dazugewinnen, wobei ihm nicht zuletzt weiterhin auch die Gene aus Wolfsburg helfen werden. (ampnet/nic)

Von Nicole Schwerdtmann

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Die Seite "Škoda Octavia: Deutlich aufgerüstet" wurde am 12. Dezember 2012 veroeffentlicht und am 12. Dezember 2012 zuletzt aktualisiert.