Porsche und die Tierschützer: Alle für die Katz‘

schwarzer Porsche Macan, Exterieur Standaufnahme

Mit gleich zwei Tierschutzorganisationen geriet Porsche in Nordamerika vergangenen Monat aneinander, als Porsche-Händler Reeves Import Motorcars den neuen Macan in den USA einführte. Grund: Bei der Präsentation des Wagens in Tampa im US-Bundesstaat Florida hatte Reeves das Fahrzeug zusammen mit lebenden Tigerbabys vorgestellt, schließlich ist Macan das indonesische Wort für Tiger. Doch der Promotion-Gag mit den kleinen Katzen ging als Schuss nach hinten los.

Tags darauf brandete nämlich ein Sturm der Entrüstung, ausgelöst von den beiden einflussreichen amerikanischen Verbänden Big Cat Rescue (Rettung der Großkatzen) und People for the Ethical Treatment of Animals (Peta, Menschen für die moralisch korrekte Behandlung lebender Tiere), über Porsche zusammen. Susan Bass, PR-Chefin von Big Cat Rescue empörte sich über den Verleiher der kleinen Tiger, Dade City’s Wild Things : „Die kümmern sich nicht im geringsten darum, dass Tiger vom Aussterben bedroht sind und machen Geld mit der Vermarktung lebender Kreaturen.“ Und ihre Peta-Kollegin Danielle Katz beklagte sich darüber, dass sich der Porsche-Betrieb aus Tampa, von Peta zur Rede gestellt, in Schweigen gehüllt habe.

Porsches US-Pressechef Nick Twork reagierte sofort: „Wir haben alle Porsche-Händler in den USA unmissverständlich darauf hingewiesen, sämtliche Pläne, für den Macan Werbung zusammen mit lebendigen Tigern zu machen, umgehend zu begraben.“ Den Händlern vor Ort gegenüber ließ er keine Zweifel aufkommen: „Porsche duldet in keiner Weise die Verwendung von lebenden Tieren zu Werbezwecken.“

Die Tierschützer zeigten sich von der schnellen Reaktion der Abgesandten aus Zuffenhausen begeistert. Susan Brass ließ sich sogar zu der Bemerkung hinreißen: „Wir haben das Unternehmen für seinen Einsatz gelobt und möchten unsere Unterstützer auffordern, sich einen Porsche zu kaufen.“

So weit wollte man in Deutschland zwar nicht gehen, aber obwohl der Tiger bekanntermaßen kein Vegetarier, geschweige denn ein Veganer ist, handelte sich Porsche sogar vom Veganblog. de, der Internetseite für deutsche Hard-Core-Verweigerer von Nahrung tierischen Ursprungs, großen Beifall ein. Unter der Überschrift „Tiger lieben Porsche“ war zu lesen: „Porsche hat ordentlich Gas gegeben – Danke!“ Von Hans-Robert Richarz (ampnet/hrr) Foto: Auto-Medienportal.Net/Porsche

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