Vergleichstest: 21st Century Beetle vs. Käfer 1302S auf dem Losail International Circuit

Der VW Beetle und Käfer im Vergleich Frontpartie

Am Rande der Qatar Motor Show trafen sich zwei Rennfahrer-Legenden zu einem Vergnügen der ganz besonderen Art. Zwanzig Kilometer vor den Toren der Stadt Doha mitten in der Wüste trafen sich Jacky Ickx und „Strietzel“ Stuck zum ultimativen Show Down.

Bildergalerie: 21st Century Beetle vs. Käfer 1302S

„S“ wie Scheibenbremsen

Auf dem Losail International Circuit, auf dem normalerweise die Motorräder und Superbikes zum Grand Prix und zur WM antreten, warteten die „Waffen“: ein knallroter 21st Century Beetle und sein betagter Vorfahr, ein Theo Decker Käfer 1302S, Baujahr 1970. Unter der Fronthaube des Beetle: 2-Liter-200-PS-GTI-Technik, Spitze 223 km/h. Unter der Heckklappe des Käfers: 2-Liter-135-PS-Doppelvergaser-Motor für maximal 195 km/h. Seinerzeit eine Sensation. Das „S“ in der Typenbezeichnung heißt übrigens nicht Sport, sondern zeigt an, dass wir es hier mit dem ersten VW mit Scheibenbremsen (vorn) zu tun haben …

Veteran zu Veteran

Hans-Joachim Stuck entscheidet sich für die Tuning-Ikone aus Essen und überlässt Jacky Ickx den Beetle. Start. In 7,5 Sekunden ist der Beetle auf Tempo Hundert. Strietzel braucht rund 2,5 Sekunden mehr. Immerhin ist er doppelt so schnell wie seine gleichaltrigen serienmäßigen Brüder. Ab geht es durch zehn Rechts- und sechs Linkskurven. Auf der Zielgeraden liegt der Käfer deutlich hinten. Aber er ist noch dabei! Wer einmal Käfer gefahren hat, weiß, was das bedeutet. Obwohl Theo Decker auch am Fahrwerk mächtig gearbeitet hat, bleibt der Käfer mit Heckmotor und Heckantrieb eine Heckschleuder par excellence. Ohne ESP, ohne ABS und ohne elektronische Helferlein grenzt es schon an ein kleines Wunder, dass Strietzel die Runde ohne Pirouetten auf dem zwölf Meter breiten Asphalt hinlegt. Mit all diesen Problemen hat Jacky Ickx auf den 5.830 Metern nicht einen Augenblick lang zu kämpfen und passiert völlig entspannt die Ziellinie.

Fazit

Erstaunlich, was Theo Decker, VW-Tuner der ersten Stunde, vor 41 Jahren auf die Räder gestellt hat. Bewundernswert, wie ein Mann mit über vierzig Jahren Erfahrung am Lenkrad und auf der Rennpiste dieses Auto konkurrenzfähig beherrschen kann. Aber dafür muss man schon ein Veteran wie Strietzel Stuck sein. (Auto-Reporter.NET/um)

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1 Kommentar

  1. John sagt:

    200 gegen 135 PS, 32 Jahre auseinander und trotzdem nur 2,5 Sekunden unterschied? Überzeugend ist anders 🙂 😉
    John

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