Umfrage zum Autofahren 2025: Jeder Vierte will beim Verbrennungsmotor bleiben

Manche Mobilitätskonzepte und selbstfahrende Autos wie der künftige Audi A8 sind den Deutschen noch zu visionär.

Die Deutschen hängen am eigenen Auto, am liebsten als Benziner oder Diesel. Für 27 Prozent der Bundesbürger ist der Verbrennungsmotor auch in zehn Jahren die bevorzugte Antriebsart. Nur 13 Prozent wollen sich bis 2025 ein Elektroauto anschaffen und nur marginale drei Prozent können sich vorstellen, in zehn Jahren vom selbstfahrenden Wagen kutschiert zu werden. Das ergibt eine repräsentativ hochgerechnete Umfrage der Konsumentenkreditbank CreditPlus (Bilanzsumme 2,9 Mrd. Euro, Tochter der französischen Crédit Agricole) unter 1009 Bundesbürgern ab 18 Jahren von Frühjahr 2015.

Antriebe wie das E-Auto haben weiterhin ein Imageproblem wegen mangelnder Reichweite und des hauchdünnen Ladestations-Netzes. Immerhin 26 Prozent der Deutschen schätzen, dass sie im Jahr 2025 auf einen Hybridfahrzeug umgestiegen sein könnten. Der Mittelweg zwischen Verbrennungs- und Elektroantrieb wäre damit in zehn Jahren fast so beliebt wie Benzin- und Dieselmotoren.

Moderne Mobilitätsangebote wie Carsharing sind auch in zehn Jahren eher Ergänzung als Ersatz für die klassischen Fortbewegungsmittel. Nur ein Prozent der Deutschen glauben, dass sie in zehn Jahren nur noch ein fremdes Kfz bewegen, das sie bei Bedarf anmieten. Gerade auf dem Land ist der eigene Wagen oft die einzige Möglichkeit, um von A nach B zu gelangen.

Auch beim autonomen Fahren, das von Autoherstellern und dem Internetpionier Google bereits erprobt wird, zeigen sich die Deutschen nicht gerade von ihrer visionären Seite: Nur drei Prozent sehen sich selbst in zehn Jahren in einem selbstfahrenden Auto sitzen. Der Grund: 36 Prozent möchten das Lenkrad nicht aus der Hand geben, weil sie gerne selbst fahren. Weitere 22 Prozent trauen der Technik nicht in brenzligen Situationen. Immerhin mehr als jeder dritte Deutsche steht der Anschaffung eines selbstfahrenden Autos aber offen gegenüber: 19 Prozent, weil sie weniger Unfallrisiken sehen, und 18 Prozent, weil sie es sehr entspannend finden.

„Die Mehrheit der Deutschen will den Spaß und die Kontrolle beim Fahren nicht aufgeben. Wenn diese Modelle aber erprobt sind und ihre Sicherheit unter Beweis gestellt haben, wird die Zahl der Interessenten rasant steigen“, meint der CreditPlus-Vorstandsvorsitzende Jan W. Wagner. Foto: (dpp-AutoReporter/wpr)

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