UDV-Studie: Immer noch zu hohes Tempo in Spielstraßen

Verkehrsberuhigte Bereiche, landläufig auch Spielstraßen genannt, haben sich laut einer neuen Studie der Unfallforschung der Versicherer (UDV) bewährt. Sie zeigen demnach keine grundsätzlichen Verkehrssicherheitsdefizite und werden von allen Verkehrsteilnehmern weitestgehend akzeptiert. Jedoch ist das Geschwindigkeitsniveau, trotz der sehr wenigen Unfällen, immer noch deutlich zu hoch. Die meisten Probleme lassen sich an den Übergängen zu Hauptstraßen feststellen. Hier ereignen sich fast die Hälfte aller Unfälle mit Personenschaden und schwerwiegendem Sachschaden.

Für die Studie wurden 148 Städte und Gemeinden gebeten, die Auswirkungen auf Aufenthaltsqualität, Straßenraumgestaltung und Geschwindigkeiten zu bewerten. Mehrheitlich sahen diese verkehrsberuhigte Bereiche positiv, sie bemerken aber auch einen erhöhten Aufwand für Erhaltung und Betrieb. Die Effekte für die Verkehrssicherheit und die Verdrängung des Durchgangsverkehrs werden von der Hälfte der Befragten positiv eingeschätzt. Trotzdem haben Geschwindigkeitsmessungen während der Untersuchung gezeigt, dass die angestrebte „Schrittgeschwindigkeit“ in aller Regel nicht erreicht wird. Die realen Durchfahrtgeschwindigkeiten liegen im Mittel etwa bei 18 km/h. Die niedrigsten Geschwindigkeiten werden erreicht, wenn die Fahrbahn mit Verschwenkungen oder Aufpflasterungen versehen werden.

Die UDV empfiehlt aufgrund der Studie, dass geschwindigkeitssenkende Elemente auf der Straße vorhanden sein sollten und Übergänge ins übergeordnete Straßennetz eindeutig und verständlich geregelt sein sollten. (ampnet/dm)

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