Tokio 2015: Mazda präsentiert Sportwagen-Studie RX-Vision

Mit der rassigen Sportwagen-Studie RX-Vision untermauert Mazda auf der 44. Tokyo Motor Show (28.10–08.11.2015) seine Designkompetenz für hochdynamische zweisitzige Fahrzeuge. Obendrein soll das Coupé mit einem fast vergessenen Motorenkonzept angetrieben werden: Dem Kreiskolbenmotor. In Europa ist das Konzept besser unter dem Namen Wankel-Motor bekannt, den der Deutsche Felix Wankel vor mehr als einem halben Jahrhundert aus der Taufe hob.

Mazda RX-Vision auf der Tokio Motorshow 2015

Mazda RX-Vision.

Das neue Concept-Car könnte durchaus als Reinkarnation eines Jaguar E-Types gelten, wenngleich die moderne Interpretation der Formensprache den eigenen Mazda-Stils im Sinne des Kodo-Prinzips („Seele der Bewegung“) in eine dynamische Richtung verstärkt. Eine sehr lange und flache Motorhaube fließt geschmeidig in ein kleines und kompaktes Greenhouse, was das Prinzip des Frontmotors mit Hinterradantrieb visuell unterstreichen soll. Das Fahrzeug ist auf eine Länge von knapp 4,40 Metern ausgelegt, der Radstand beträgt 2,70 Meter. 20-Zoll-Felgen vorn und hinten verleihen einen kraftvollen Stand, so dass der RX-Vision schon unbewegt enorm schnell aussieht.

Mazda RX-Vision, Innenraum

Mazda RX-Vision.

Mazda Sportwagen Studie RX-Vision

Mazda RX-Vision.

Auch nach der Einstellung des RX-8 war bei Mazda von einer Abkehr vom Kreiskolben-Motor nicht die Rede. Folgerichtig heißt die jetzt gezeigte Studie „RX-Vision“. Der Rede des Vorstandsvorsitzenden Masamichi Kogai vor der versammelten Presse auf der Tokyo Motor Show fehlte es denn auch nicht an Pathos, die Wiedergeburt der Wankel-Erfindung zu preisen. Sein Unternehmen habe den Glauben an die Zukunftsfähigkeit des Konzepts nie in Frage gestellt und deshalb konsequent weiter entwickelt. Auf der Grundlage der Erkenntnisse, die man mit den Sky-Active-Motoren für Benzin- und Dieselantrieb gesammelt habe, sei der Rotary-Motor zum „Sky-Active-R“ vervollkommnet worden.

Mazda RX-Vision - Tokio 2015

Mazda RX-Vision.

Über technische Details des Aggregats muss die Öffentlichkeit allerdings weiter spekulieren. Weder sind Informationen darüber verfügbar, wie viele rotierende Scheiben in den Motor arbeiten, noch welches Kammervolumen zur Erzeugung von Verbrennungsenergie zur Verfügung steht. Der RX-8 kam mit zwei Scheiben aus, zweimal knapp 700 Kubikzentimeter Hubraum waren zu füllen. Dass es sich bei dem neuen Motor um wesentlich größere Kennziffern handelt, ist nicht zu erwarten. (ampnet/afb)

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