Studie: Woher kommt die Bereitschaft zum risikoreichen Fahren?

London School of Economics.(Bild: LSE)

Goodyear und die London School of Economics and Political Science (LSE) starten eine neue Studie zum Thema Verkehrssicherheit. Die europaweite Untersuchung soll Erkenntnisse über die gegenseitige Beeinflussung von Verkehrsteilnehmern zu gewinnen. Das Forschungsprojekt soll unter der Federführung des Beratungsunternehmens LSE Consulting, einer Tochtergesellschaft der Universität, mit neuen empirischen Erkenntnissen zur Verkehrssicherheitsdiskussion in Europa beitragen.

“Aktuelle Untersuchungen zur Verkehrssicherheit konzentrieren sich größtenteils darauf, wie Autofahrer ihre Fahrzeuge in einer physischen Umwelt bewegen – im Gegensatz zu einer sozialen Betrachtungsweise. Mit dem neuen Studienprojekt möchten wir die Interaktionen zwischen den Fahrern und ihre gegenseitigen Einstellungen analysieren“, berichtet Dr. Chris Tennant, Projektleiter an der LSE. „Der Fokus liegt dabei auf dem Aspekt des risikoreichen Fahrens. Unser Forschungsteam des Instituts für Sozialpsychologie der LSE wird dabei die neuesten Untersuchungsmethoden der Sozialpsychologie einsetzen und das Thema Verkehrssicherheit aus einer bislang eher vernachlässigten Perspektive betrachten.“

“Das Institut für Sozialpsychologie der LSE hat in seiner 50-jährigen Forschungstätigkeit rund um Individualverhalten in unterschiedlichen sozialen Situationen bahnbrechende Erkenntnisse zutage gefördert. Es freut uns, gemeinsam mit einer der weltweit führenden Forschungseinrichtungen an einer derart innovativen Studie zu arbeiten, die das Potenzial hat, wertvolle neue Einblicke und Argumente für die Verkehrssicherheitsdebatte zu liefern”, erklärt Olivier Rousseau, Vice President Consumer Tires in Europa, Mittlerer Osten und Afrika bei Goodyear.

Goodyear hatte europaweit Untersuchungen unter Fahranfängern (2012), Fahrlehrern (2013) und Eltern von Fahranfängern (2014) durchgeführt. Dies führte zur Veröffentlichung des Weißbuches “Fahrsicherheit an erster Stelle: Verbesserung der Straßenverkehrssicherheit von Fahranfängern”. Das Weißbuch wurde politischen Entscheidungsträgern und Verkehrssicherheitsorganisationen zur Verfügung gestellt.
Bestandteil des Forschungsprojektes mit der LSE ist eine internationale Studie über das Verhalten von Autofahrern in 15 Ländern Europas. Sie soll neue Informationen für den von Goodyear seit längerem unterstützten Ansatz für lebenslanges Lernen als Basis für mehr Verkehrssicherheit liefern.

Daten der Untersuchungen zu Fahranfängern (unter 25 Jahre):

  • 65 Prozent der Fahranfänger sind mehr Ablenkungen im Auto ausgesetzt als je zuvor
  • 40 Prozent der Fahranfänger sind bereit, höhere Risiken einzugehen
  • 29 Prozent der Fahranfänger folgen weniger wahrscheinlich den Anweisungen des Fahrtrainings
  • 29 Prozent der Fahranfänger sehen nicht den Nutzen von Fahrstunden
  • 76 Prozent der Fahrlehrer möchten, dass Eltern als besseres Vorbild für ihre Kinder vorangehen

(ampnet/Sm)

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