Oldtimer Grand Prix: Coys versteigert Oldtimer für Millionen

Dass gepflegte Oldtimer berühmter Marken eine überaus gute Geldanlage sein können, zeigte sich wieder einmal bei einer Versteigerung alter Karossen anlässlich des Oldtimer Grand Prix am Sonnabend, 8. August 2015, auf dem Nürburgring, veranstaltet vom renommierten Auktionshaus Coys aus Richmond im Vereinigten Königreich. Ein Ferrari F40, Baujahr 1992, kam für 1,12 Millionen Euro unter den Hammer.

BMW 328

BMW 328.

Der Sportwagen hatte nur einen vorherigen Eigentümer und war seit seiner Auslieferung durch Motor SPA (dem offiziellen Ferrari Händler in Modena) Teil einer italienischen Privatsammlung. Gefertigt im Dezember 1992, wurde er dem Verkäufer am 4. Januar 1993 geliefert. Er war klimatisiert untergebracht und ist seit 2010 nicht mehr gefahren worden.

Auch die Preise für andere Schmuckstücke, die an der Rennstrecke in der Eifel neue Besitzer fanden, können sich sehen lassen. So erzielte ein bildschöner BMW 328 Roadster aus dem Jahr 1937 sage und schreibe 562 000 Euro, ein 2000 Ford GT ging für 227 000 Euro weg, ein lediglich zwölf Jahre alter Ferrari 360 brachte es auf 182 000 Euro, ein 1971er Lamborghini Espada SII immerhin auf 145 000 Euro.

Ferrari F40

Ferrari F40.

Der BMW 328 Roadster mit der Fahrgestellnummer 85141 wurde 1973 von BMW Schnitzer in München restauriert, wo er einen original 328 Motor, eine 501 Kurbelwelle, einen neuen Zylinder Kopf und ein Vier-Gang Getriebe bekam. Seither war der Wagen bei historischen Veranstaltungen wie etwa Oldtimer-Rennen auf dem Nürburgring, der Mille Miglia oder Alpenfahrten im Einsatz. Der Ford GT hatte noch die Originalfarbe, wurde nie neu lackiert und hatte lediglich 9000 Meilen auf dem Tacho. Das Auto stand in den vergangenen Jahren in Italien, befindet sich in seinem ursprünglichen Zustand, ist unfallfrei, penibel gepflegt und absolut fahrbereit.

Coys-Auktionator Chris Routledge jubelte: “Über den Rekordpreis für den Ferrari F40 sind wir besonders glücklich. Er hat bewiesen, dass Coys eines der führenden Auktionshäuser in Deutschland und Europa ist. Der Sportwagen war einer der letzten in Privatbesitz. Wenn ein so wichtiges Auto auf den Markt zukommt, findet es weltweit Interesse und ist schließlich doch einem deutschen Käufer zugesprochen worden, dem der Applaus im Saal sicher war.” (ampnet/hrr)

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