Nissan Leaf versorgt Hausnetz mit Strom

Das Elektroauto Nissan Leaf kann auch als Stromlieferant fürs Hausnetz dienen.

Im deutschen Hauptsitz der Züricher Firma The Mobility House AG (TMH) steht ein Nissan Leaf als Energiespender für das ganze Büro. Aus der Batterie des elektrischen Kompaktwagens wird der Strom direkt in das Hausnetz des Bürogebäudes eingespeist. TMH realisiert Energiespeicher- und Ladelösungen, um der Elektromobilität mit erneuerbaren Energien als Kraftstoff zum Durchbruch zu verhelfen. Über seine Technologien ermöglicht TMH die Integration von Elektroautos in das Stromnetz – zum Beispiel als aggregierter Schwarmspeicher fahrender E-Autos oder als Großspeicheranlage stationärer Elektrobatterien. Diese gesteuerte und bidirektionale Laden macht einen klassischen Stromnetzanschluss zeitweise überflüssig.

Technisch möglich wird das mit dem CHAdeMO Schnell-Ladeanschluss des Elektroautos. Über die bidirektional ladefähige Schnell-Ladestation steuert TMH die Fahrzeugbatterie kontrolliert an und entnimmt so dem E-Auto Strom fürs Büro. TMH-Chef Thomas Raffeiner sagt: „Mit diesem Projekt zeigen wir, dass wir die Energiewende beschleunigen und die Zukunft emissionsfrei gestalten können: Das Auto versorgt Haushalt und Büro mit Strom und ermöglicht Unabhängigkeit vom Netz.” Joachim Köpf, Manager e-Mobility bei Nissan Center Europe, stimmt ein: „Diese Technologie ermöglicht zum ersten Mal in der Geschichte des Automobils einen fundamental neuen Einsatzzweck des Fahrzeugs und damit vollkommen neuartige Geschäftsmodelle, welche die Kosten für Elektromobilität signifikant senken können.”

Nissan bewertet den Markt in Deutschland als reif für diese Technologie, nicht zuletzt aufgrund der Energiewende, der sinkenden Rückspeisevergütungen und dem bereits hohen und weiterhin steigenden Anteil an Strom aus fluktuierenden Energiequellen. „Nissan wird sich in den Bereichen gesteuertes und bidirektionales Laden sehr stark aufstellen, insbesondere in Deutschland”, so Köpf abschließend. (dpp-AutoReporter/wpr)

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