Keine Vision mehr – fahrerlos fahren

Der Passat schafft es schon 2010 ganz ohne die Hilfe eines Fahrers, in die passende Parklücke zu rangieren.

Foto: Der Passat schafft es schon 2010 ganz ohne die Hilfe eines Fahrers, in die passende Parklücke zu rangieren.

Viele Autofahrer lassen sich inzwischen von Assistenzsystemen gerne unterstützen. Nach Meinungsumfragen stehen dabei ABS, ESP aber auch der Spurwechsel-Assistent besonders hoch im Kurs. Anders beim autonomen Fahren, wo die Skepsis vor allem in puncto Sicherheit überwiegt. Kein Wunder, es hat ja auch noch kein Otto Normalverbraucher live erlebt.

Dennoch. Es führt zumindest mittelfristig kein Weg am selbstgelenkten Fahrzeug vorbei. Trotz aller noch bestehenden Bedenken, offenen juristischen und versicherungstechnischen und anderen Fragen, wobei technisch im Prinzip alles gelöst ist. Denn die Ingenieure und Wissenschaftler der großen Auto-Hersteller sind hier in Vorleistung getreten und scharren bereits mit den Füßen.

So natürlich auch im Volkswagen-Konzern, der seit Jahren nicht nur in Deutschland, sondern u. a. auch in seinem Elektronik-Labor im kalifornischen Silicon Valley und in Zusammenarbeit mit der Stanford Universität seit über zehn Jahren an den Möglichkeiten des autonomen Fahrens arbeitet. Erstes sichtbares Ergebnis war 2005 ein hochautomatisierter Touareg, der sich bei ersten Wettbewerben wacker schlug und innerhalb des VW-Konzerns quasi die Vorreiter-Rolle einer neuen Ära spielte.

Einige Jahre später folgte der Einsatz eines hochautomatischen Audi TTS beim legendären Pikes Peak-Rennen, das mit Bravour gemeistert wurde. Jörg Schlinkheider, Leiter des Bereichs Fahrer-Assistenzsysteme im Silicon Valley: „Wir wollten beweisen, dass unser System in verschiedenen Fahrsituationen und auf unterschiedlichen Fahrbahnuntergründen wie Asphalt oder Wüstensand funktioniert. Und unsere Hoffnungen wurden nicht enttäuscht.“

Was den Zeitrahmen für die Einführung des autonomen Fahrens betrifft gibt sich Jörg Schlinkheider allerdings zurückhaltend. „In den nächsten fünf Jahren wollen wir die ersten Produkte anbieten. Der erste Schritt wird sein, dass die Fahrzeuge beim Stau auf der Autobahn bis zu 60 km/h autonom fahren können. Danach werden wir ein halbautomatisches Parken anbieten, dass der Fahrer mit seinem Smartphone ein- und ausschalten kann. Danach wird man sehen, ob der Kunde für weitere, technisch mögliche Neuerungen schon bereit ist.“ (dpp-AutoReporter/Hans H. Grassmann) Foto: dpp-AutoReporter

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