Jaguar Land Rover erprobt „Schlaglochwarner“

Jaguar Land Rover erforscht und erprobt einen „Schlaglochwarner“ (Pothole Alert). (Jaguar Land Rover)

Jaguar Land Rover erforscht derzeit die Möglichkeiten eines „Schlaglochwarners“, der Position und Größe eines Schlaglochs oder eines beschädigten Kanaldeckels bzw. Rinnsteins ermittelt. Dank dieser Daten kann die Fahrzeugsteuerung dann nicht nur blitzschnell auf die Gefahr reagieren, sie könnte das Wissen in Echtzeit auch über die Cloud mit anderen vernetzten Verkehrsteilnehmern und Straßenbauverwaltungen teilen.

JLR setzt zur Erforschung und Erprobung der neuen Technologie einen Range Rover Evoque als Forschungsfahrzeug ein, der auf englischen Straßen viele Testkilometer abspult. Der „Pothole Alert“ kann helfen, Kosten für Reifenpannen oder Beschädigungen am Fahrzeug zu sparen und eventuelle Kollisionen zu verhindern, die durch das Hindernis ausgelöst werden. Auch die Elektronik des Wagens profitiert von aktuellen Daten, indem sie beispielsweise die adaptive Fahrwerksabstimmung in Sekundenbruchteilen an das Schlagloch anpasst.

Parallel arbeitet das britische Gemeinschaftsunternehmen an verbesserten Möglichkeiten der Vorhersage und Warnung vor Gefahren durch beschädigte Straßen. Aus diesem Grund hat das auf der britischen Insel beheimatete Advanced Research Centre von Jaguar Land Rover einen Range Rover Evoque mit neuartiger Sensortechnologie und einer hochentwickelten Stereo-Digitalkamera bestückt. „Darüber hinaus bilden eine verbesserte Straßenabtastung und Gefahrenbewertung einen Meilenstein auf unserem Weg zum autonomen Fahren. Für die Zukunft wollen wir Systeme entwickeln, die einen Wagen automatisch um ein Schlagloch herumsteuern, ohne dass das Fahrzeug zur Gefahr für andere Verkehrsteilnehmer wird“, sagt Dr. Mike Bell, Connected Car Director bei Jaguar Land Rover:

Jaguar Land Rover arbeitet beim Projekt „Schlagloch-Warner“ auch mit der Stadtverwaltung von Coventry zusammen. Gemeinsam mit dem kommunalen Partner wird untersucht, wie die Informationen über den Fahrbahnzustand mit den Straßenbauverwaltungen geteilt werden können – und welche Daten im Detail benötigt werden, um Reparaturarbeiten zu vereinfachen und zu beschleunigen. Teil des Forschungsprojekts ist schließlich eine Versuchskamera: Mit ihrer Hilfe macht das Forschungsfahrzeug Bilder der Schlaglöcher oder der beschädigten Kanaldeckel und übermittelt sie anschließend zusammen mit den GPS-Positionsdaten an die Straßenbauverwaltung. (ampnet/jri)

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