Ford Kuga: Nur Kaffeekochen kann er noch nicht selbst

Für die Suche nach Cafés, Tankstellen oder etwa Parkplätzen müssen Ford-Fahrer künftig nur noch einen Knopf drücken und einfache Befehle wie „ich benötige Benzin“ oder „ich brauche einen Kaffee“ sprechen. Das neue Version des Kommunikations- und Entertainmentsystem – Ford Sync 3 – kocht den Kaffee zwar nicht, weiß aber, wie der Fahrer am schnellsten zu seinem Kaffee kommt. Ford wird auf dem Mobile World Congress, der heute, 22. Februar 2016, in Barcelona begann, das Ford Sync 3-System vorstellen.

Ford Kuga 2016, Front

Ford Kuga.

Mit Ford Sync 3 können Autofahrer ihr angeschlossenes Smartphone sowie Audio-, Navigations- und Klimatisierungsfunktionen per Sprachbefehl steuern. Zum System gehört ein neu gestalteter Acht-Zoll-Touchscreen. Es hat im Vergleich zur Vorgängerversion eine bis zu zehnfach bessere Systemleistung und findet nicht nur Cafés oder Tankstellen, sondern auch Flughäfen, Bahnhöfe und Hotels. Es führt den Fahrer unter Verwendung des bordeigenen optionalen Navigationssystems sicher ans Ziel. Zudem lassen sich in Verbindung mit der Ford App Link-Technologie während der Fahrt zahlreiche Smartphone-Apps mittels Sprachbefehl nutzen.

Ford Kuga 2016, Vordersitze

Ford Kuga.

Die Ford Sync-Technologie ermöglicht heute weltweit bereits 15 Millionen Autofahrern den sprachgesteuerten Zugriff auf wichtige Fahrzeugfunktionen. Zu den Pluspunkten des Systems zählt die einfache Bedienbarkeit, angefangen bei der Navigation über das Audiosystem bis hin zur Telefonie. Eine verbesserte Verarbeitung von Sprachbefehlen und eine Reduzierung der Anzahl von Menüschritten sorgen für mehr Komfort bei gesteigertem Funktionsumfang.

Ford Kuga 2016, Heck

Ford Kuga.

Ford hat dem System fünf zusätzliche Sprachen hinzugefügt. Außerdem wurde die Funktion des serienmäßig in das System integrierten Notruf-Assistenten für eine Zusammenarbeit mit lokalen Rettungsdiensten erweitert. Sobald im Falle eines Unfalls ein Airbag ausgelöst oder sich automatisch die Kraftstoffpumpe abschaltet, setzt der Notruf-Assistent über eines der per Bluetooth eingebundenen Mobiltelefone der Fahrzeuginsassen einen Notruf ab. Dabei werden der vor Ort zuständigen Notruf-Zentrale anhand von GPS-Koordinaten der Unfallort übermittelt. Danach stellt das System eine telefonische Verbindung mit den Rettungskräften her, damit die Insassen den Rettungskräften gegebenenfalls weitere, wichtige Informationen übermitteln können. Der Notruf-Assistent funktioniert ohne zusätzliche Kosten oder Abonnement-Verträge.

Ford Kuga 2016, Armaturenbrett

Ford Kuga.

Die beiden Schnittstellen zu Apple Car Play und Android Auto wurden speziell für die jeweilige Art von Smartphones konzipiert. Darüber hinaus ist Ford Sync 3-System kompatibel mit Siri (iPhone). Verfügbare Updates können über das Wi-Fi-Netz des Fahrzeughalters heruntergeladen werden, während zum Beispiel das Auto in der Garage steht. Mit Antippen und Wischen sowie durch einfache Sucheingaben auf dem Fahrzeug-Display gestaltet sich die Nutzung ähnlich intuitiv wie bei Smartphones. Mit der speziellen Ford Service-App erleichtert das System auch das Fahren mit dem Bereitstellen von Verkehrsinformationen sowie mit der Anpassung des Reisewegs an die jeweils aktuelle Verkehrssituation.

Der Kuga wird in Deutschland voraussichtlich ab Juni bestellbar sein. Ein neuer 1,5-Liter-TDCi-Dieselmotor mit 88 kW / 120 PS wird in der Frontantriebsversion mit 4,4 Litern Normverbrauch auf 100 km der sparsamste Kuga sein. Er ersetzt das bisherige 2,0-Liter-Triebwerk gleicher Leistung. Mit dem automatisch zuschaltenden Allradantrieb für eine verbesserte Traktion im Gelände oder auf rutschiger Fahrbahn soll der Verbrauch nur unwesentlich höher liegen.

Ford Kuga Modell 2016

Ford Kuga.

Der 2,0-Liter-TDCi-Diesel mit 110 kW/150 PS ist verfügbar für Modelle mit Frontantrieb oder intelligentem Allradantrieb (AWD). Für die Allrad-Version nennt Ford einen Normverbrauch von 5,2 l/100 km, entsprechend 135 g CO2 pro km. Dieser Motor ist auch mit einer Leistung von 132 kW / 180 PS erhältlich.

Zur Auswahl steht außerdem der 1,5-Liter-Ecoboost-Benzinmotor – mit 88 kW / 120 PS, 110 kW / 150 PS oder mit 134 kW /182 PS. Der Verbrauch beträgt für die beiden Versionen mit 88 kW und mit 110 kW 6,2 l/100 km bei CO2-Emissionen von 143 g/km. Für die Variante mit 134 kW / 182 PS liegt der Kraftstoffverbrauch bei 7,4 l/100 km, was CO2-Emissionen von 171 g/km entspricht.

Ford Kuga 2016, Monitor

Ford Kuga.

Mit dynamischem Äußeren will Ford seine SUV-Modellfamilie tiefer im europäischen Markt tiefer verankern. Beim Kuga sind der große, trapezförmige Kühlergrill sowie ein kleiner unterer Kühlergrill, der von schlanken, neu gestalteten Scheinwerfern, dem LED-Tagfahrlicht (optional für die Ausstattungslinie Trend) und Nebelscheinwerfern flankiert wird, die Hingucker. Die neu gestaltete Motorhaube verbessert den Fußgängerschutz. Am Heck sorgen neue Rückleuchten ebenfalls für eine markante Optik.

Ford hat auch beim Kuga das Armaturenbrett aufgeräumt. Die Bedienung der Klimaanlage und weiterer Fahrzeugfunktionen gestaltet sich dank der reduzierten Anzahl an Schaltern und Knöpfen nun intuitiver. Neue Komfortfunktionen machen den Kuga benutzerfreundlicher. Dazu zählt die elektrische Feststellbremse. Eine Hilfe im Alltag stellt die sensorgesteuerte Heckklappe dar.

Ford Kuga 2016

Ford Kuga.

Erstmals sind für den Kuga auf Wunsch multifunktionale Xenon-Scheinwerfer verfügbar. Sie passen sich automatisch der Fahrsituation und dem Straßenverlauf an und wählen aus sieben Lichteinstellungen das optimale Leuchtmuster aus. Berücksichtigt werden dabei unter anderem die Fahrzeuggeschwindigkeit, der Lenkwinkel und der Abstand zu einem Objekt.

Beim intelligenten Allradantrieb wird das das Motormoment an jedem Rad für bestmögliches Handling und optimaler Traktion auf rutschiger Fahrbahn eingestellt. Dafür überwachen Sensoren die Haftung der Räder alle 20 Millisekunden und passen den Kraftfluss zu den Rädern ebenso rasch der jeweiligen Situation an. Der Kurvenassistent mildert die Gefahren bei schnell gefahrenen Kurven während die Torque Vectoring Control das Einlenken erleichtert und die Stabilität in Kurven verbessert.

Der Kuga zählt zu insgesamt fünf neuen SUV- und Crossover-Fahrzeugen, die Ford bis zum Jahr 2020 in Europa an den Start bringen wird. Noch im Verlauf dieses Jahres wird der Edge auf den Markt kommen, der grundlegend überarbeitete Kuga folgt Anfang 2017. Im Jahre 2015 war bereits eine aktualisierte Version des kompakten SUV Ecosport eingeführt worden.

Seit der Kuga im Jahre 2008 in den Handel kam, stellt er die Speerspitze der SUV-Produktpalette von Ford in Europa dar. Seine Verkaufszahlen sind 2015 sogar auf einen Rekordwert von 102 000 Exemplaren gestiegen, 19 Prozent mehr als 2014. Ford erwartet 2016 zum ersten Mal einen Absatz von mehr als 200 000 SUV in Europa. Das entspräche einem Wachstum von mehr als 30 Prozent gegenüber 2015. (ampnet/Sm)

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